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Body - Hochsensibler Körper Es ist eine ausgesprochene Herausforderung, einen hochsensiblen Körper zu haben. Die Wahrnehmung einer Überfülle von Details führt schnell zu dem Gefühl, von der Welt überwältigt zu werden. Lärm, grelles Licht, zu viele Menschen, aber auch innere Unausgewogenheit wie Hunger, Lampenfieber oder Schmerzen führen zu einer Stressreaktion. Der Körper schüttet das Stresshormon Adrenalin und bei anhaltendem Stress das Hormon Cortisol aus. Weil ein hochsensibler Körper mehr Zeit zur Verarbeitung aller Eindrücke und vor allem von Stress benötigt, gerät er oft in einen Dauerstresszustand. Je länger man in dieser Dauerstresssituation ist, desto mehr Schmerzen spürt der Körper durch die anhaltende Muskelanspannung. Verdauungs- und Immunsystem werden nicht ausreichend versorgt, da der Körper mit der Versorgung der Arme und Beine, der Wirbelsäule und des Hinterhirns in Kampf- oder Fluchtbereitschaft gehalten wird. Viele der körperlichen Beschwerden der HSP hängen mit den Auswirkungen dieser Stressreaktion zusammen. Zum Beispiel verursacht sie ein schwaches Immunsystem mit häufigen Erkältungen, und oft treten Verdauungsbeschwerden auf. Dazu kommt, dass diese Stressreaktion als Angst wahrgenommen wird, denn man erlebt diesen Zustand als dauerhafte Bedrohung. Das Vorderhirn wird weniger durchblutet, was bewirkt, dass es schwerer fällt, klar zu denken und Entscheidungen zu treffen. |
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Auf der Suche nach Ursachen für den eigenen Gesundheitszustand oder seelischen Zustand können
HSP mit Diagnosen konfrontiert werden, die aber in diesem Fall nur bedingt zutreffen. Diagnosen wie z.B. ADHS bei Kindern - weil sie oft nicht imstande sind sich anzupassen, sprunghaft sind in ihrer Aufmerksamkeit, und durch einen zu hohen Adrenalin- oder Cortisolspiegel übererregt sind. Depressionen werden diagnostiziert, wenn die ständige Angst zu einer extremen Rückzugstendenz führt. Und Burn-Out-Diagnosen kommen häufig vor, weil die HSP sich zu sehr verausgabt, um es allen Recht zu machen, beruflich, familiär und in Beziehungen. Die Diagnosen mögen nicht ganz falsch sein - die Behandlung wird jedoch eher zum Erfolg führen, wenn die grundlegende Veranlagung der Hochsensibilität erkannt und angenommen werden kann. Es geht hier nicht darum, einen hochsensiblen Körper im traditionellen Sinne zu "heilen", aber man kann ihn annehmen lernen und aufhören, gegen ihn anzukämpfen. Sehr oft ist sich ein hochsensibler Mensch nicht wirklich klar über seine eigenen Bedürfnisse. Wie können wir herausfinden, was uns guttut und was wir brauchen? Dazu brauchen wir einen guten Kontakt zu unserem empfindsamen Körper. Die Antworten finden wir, wenn wir uns erlauben, seinen Befindlichkeiten Gehör zu schenken. Wir können uns das so vorstellen, als hätten wir noch einen Babykörper. Wir müssen uns selbst wie wirklich liebende Eltern um ihn kümmern. Es hilft nicht, wenn wir versuchen, uns abzuhärten oder unsere Bedürfnisse zu leugnen. Es hilft auch nicht, vor allen Herausforderungen davonzulaufen. Wie liebevolle Eltern können wir herausfinden, was unser sinnlicher Körper genau jetzt braucht. Ich möchte Sie unterstützen, sich gut in Ihrem Körper zu verankern. Am einfachsten ist das mit einem Bewusstwerden des eigenen Beckenbodens zu erreichen. Das ist die Erdung, die wir brauchen. Mit einem Bewusstsein für unseren Beckenboden haben wir einen guten Fokus im Körper. Wir kommen im gegenwärtigen Augenblick an. Die Gegenwart ist der Kraftpunkt in dem wir uns entscheiden wie wir mit uns umgehen. Wir lernen auf die Signale des Körpers zu hören und angemessen zu reagieren. Das Auffinden, Aktivieren und Entspannen des Beckenbodens führt zu der Erfahrung, dass wir uns mit einer guten Zusammenarbeit mit unserem Körper viel besser ausbalancieren können. |